[Mitglieder] - SELK

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche


Eigene Internetseite: [->]

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ist eine junge Kirche. Sie wurde aufgrund der noch aufzuzeigenden historischen Entwicklung in Strukturen gedrängt, die denen einer Freikirche ähneln. Die SELK versteht sich jedoch nicht als Freikirche, sondern als lutherische Kirche, für die Verfassungsfragen nur den Rang haben, der diesen nach Artikel VII der Augsburgischen Konfession, dem Grund- und Hauptbekenntnis aller evangelisch-lutherischen Kirchen, zukommt. Bemerkenswert ist, dass die SELK den landeskirchlichen Territorialismus überwunden hat. Ihr Kennzeichen ist nicht das Landeskirchentum, sondern das Bekenntnis.

Am 23.6.1972 haben sich einige kleine lutherische Kirchen zur SELK zusammengeschlossen. Nur eine dieser Kirchen wurde von ihren Gegnern abschätzig als "Altlutheraner" bezeichnet. Es war dies die damalige Ev.-Luth. (altluth.) Kirche, die bis 1866 Ev.-Luth. Kirche Preußens hieß und von 1866 bis 1954 Ev.-Luth. Kirche Altpreußens. Diese Kirche hat unter großen Opfern das Tor zur Religionsfreiheit in Deutschland aufgestoßen.

Das Zusammenwachsen der verschiedenen kleinen lutherischen Kirchen mit ihren unterschiedlichen Traditionen und landsmannschaftlichen Merkmalen kann zu Recht als ökumenisches Modell im Kleinen verstanden werden.

Die SELK unterhält ein Diasporawerk, das in Arbeitsgemeinschaft mit dem Martin-Luther-Bund steht. Die Luth. Kirchenmission (Bleckmarer Mission) mit Sitz in Bleckmar bei Bergen im Landkreis Celle ist das Missionswerk der SELK. Die Luth. Kirchenmission arbeitet vorwiegend im südlichen Afrika. Dazu gehört der Verein zum Zeugnis unter den Juden, der seinerseits mit dem entsprechenden Werk der EKD kooperiert. Einige Kirchengemeinden unterstützen das Ev.-Luth. Missionswerk in Niedersachsen (Hermannsburger Mission). Das Diakonischen Werk der SELK mit seinen verschiedenen Einrichtungen, darunter einem großes Diakonissenkrankenhaus Kaiserswerther Prägung in Guben, ist Mitglied der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Kirchen. In der SELK findet das bisherige Agendenwerk der VELKD- mit Einschränkungen-Verwendung, auf dessen Grundlage sie sich 1997 eine neue Kirchenagende gegeben hat. Das Hilfswerk der SELK war bis zur Vereinigung Deutschlands zugunsten der Kirchengemeinden in der ehemaligen DDR tätig und widmet sich heute vorwiegend osteuropäischen lutherischen Gemeinden. Weiter gehört der skizzierte Kirchenkörper der Deutschen Bibelgesellschaft an und ist seit 1994 Vollmitglied der ACK. Seine Kirchen- und Posaunenchöre sind Mitglied im Kirchenchorwerk und im Posaunenwerk der EKD. Gemeinsam mit anderen lutherischen Bekenntniskirchen ist die SELK Mitglied im International Lutheran Concil (ILC). Die SELK ist selbstverständlich auch bei der Aktion "Brot für die Welt" beteiligt Diese (unvollständige) Aufzählung macht das ökumenische Bemühen der SELK deutlich, das somit auch jenen Kirchen gilt, mit denen sie von ihrem Selbstverständnis her nicht in volle Kirchengemeinschaft treten kann. Die gottesdienstliche Praxis orientiert sich in der Regel an der Deutschen Messe.

Im Dienst der Selbständigen Ev.-Luth. Kirche stehen etwa 132 aktive Pfarrer, die in ca. 130 Kirchengemeinden bzw. in gesamtkirchlichen Einrichtungen ihren Dienst versehen. Die Ausbildung der Pfarrer entspricht der in der EKD. Die Kirche unterhält eine staatlich anerkannte Lutherische Theologische Hochschule in Oberursel. Diese gehört Hochschulkonferenz an und sie ist außerdem in der deutschen Rektorenkonferenz vertreten. Die Theologiestudierenden der SELK (also auch die angehenden Pastoralreferentinnen) studieren außerdem etliche Semester an den staatlichen Fakultäten in Deutschland, oder an vergleichbaren Einrichtung im Ausland. An der Spitze der Kirche steht der Bischof, der von der Kirchensynode auf Vorschlag des Allgemeinen Pfarrkonventes (sämtl. ordinierte Amtsträger im aktiven Dienst) gewählt wird. Die Amtszeit des Bischofs endet im Regelfall mit seiner Emeritierung. Die Kirchensynode tritt in der Regel aller vier Jahre zusammen. Für die Durchsetzung ihrer Beschlüsse sorgen neben der Kirchenleitung verschiedene Kommissionen. Die Kirche gliedert sich in vier Sprengel, an deren Spitze der Propst steht. Jeder Sprengel umfasst drei (und in einem Fall zwei) Kirchenbezirke (11) mit je einem Superintendenten an der Spitze. Dienstsitz des Bischof und der Kirchenleitung ist Hannover. An der Spitze der Verwaltung steht der Geschäftsführende Kirchenrat, der zugleich Mitglied der Kirchenleitung ist. Die Kirche ist K.d.ö.R., beteiligt sich jedoch nicht am Kirchensteuereinzugsverfahren durch die staatlichen Finanzämter. Gleichwohl unterliegen ihre Glieder der Kirchenbeitragspflicht. In Sachsen-Anhalt gibt es fünf Pfarrämter, die jeweils mehrere Gemeinden und Gottesdienstorte versorgen. Zu ihnen gehören etwa 1000 Christen.


Kontaktadressen:

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
Kirchenbüro der Kirchenleitung
Schopenhauerstr. 7, 30625 Hannover
Postanschrift: Postfach 690407, 30613 Hannover
Telefon 0511-557808, Fax 0511-551588
e-Mail: selk@selk.de, Internet: www.selk.de

Kirchenbezirk Sachsen-Thüringen der SELK
Superintendent Thomas Junker
Zeitzer Str. 4 (Schloss), 06667 Weißenfels
Tel. 03443 - 30 60 82, Fax 03443 - 30 85 43
e-Mail: weissenfels@selk.de

[nach oben]